How to power your hike

Auch auf längeren Wanderungen ist das Smartphone heutzutage nicht mehr wegzudenken. Viele Wanderbegeisterte verwenden Mobiltelefone für Karten und Navigation sowie zum Aufnehmen von Fotos und Videos. Draußen in der freien Natur kann es mit dem Saft fürs Handy aber schon mal eng werden. Eine grundlegende Frage ist daher, wie man das Telefon am besten mit Strom zu versorgen kann. Dabei ist die Lösung gar nicht so weit entfernt: Mit Hilfe des Flugzeugmodus und einer Powerbank kann tagelang autark gewandert werden. Daher haben wir einige unser Tipps und Tricks für die Stromversorgung auf Wanderschaft für euch zusammengestellt.

Meine Energie-Checkliste:
– Powerbank
– Handy
– Stirnlampe
– Steckdosenstecker
– passende Kabel

Du kannst Wanderfreund im Flugmodus nutzen, währen dein Standort aktiviert ist. Das spart eine Menge Akku.

Flugmodus spart eine Menge Strom

Damit dir bei deinem Abenteuer nicht der Saft ausgeht, ist „Flugmodus“ das erste Zauberwort. Dieser hilft dir, die Langlebigkeit einer Akkuaufladung, je nach Marke und Modell, mindestens zu verdoppeln. Der Grund: mobile Daten und Wi-Fi sind im Flugzeugmodus ausgeschaltet. Und die mobilen Daten im Zusammenspiel mit den Hintergrunddaten der meisten Apps sind es auch, die den Bärenanteil des Stroms verbrauchen. Auch viele Apps, die dich bei deinem Outdoor-Erlebnis unterstützen funktionieren funktionieren im kompletten Funktionsumfang meist nur mit einer Internetverbindung. Achte deshalb darauf, dass alle Apps, die du unterwegs benutzten möchtest, auch offline funktionieren. Wichtig dabei: Du darfst natürlich nicht vergessen, dir alle Offline-Daten wie Kartenmaterial vor deiner Wanderung herunterzuladen. Dies geht zwar auch über mobile Daten – die beste Variante ist aber natürlich über die WLAN-Verbindung von zu Hause. Alle deine Karten sind dann während deiner Wanderung ohne Internetverbindung und im Flugmodus verfügbar. Bei eingeschaltetem Standort kannst du dann deinen aktuellen Standort verfolgen und dich navigieren lassen.

Flugmodus an – Geräusche aus

Viele Outdoorfreudige gehen gern in die Natur, um der Hektik des Alltags zu entfliehen und die frische Luft des Waldes einzuatmen. Pings und andere Nachrichtensignale vom Smartphone sind da das letzte, was man hören möchte. Aus diesem Grund bevorzugenen einige weiterhin die guten alten Papierkarten, um auch das letzte Stück vom elektronischen Alltag hinter sich zu lassen. Tatsächlich lässt sich diese Ruhe auch bei der Verwendung von digitalen Karten auf deinem Smartphone genießen. Grund: Der Flugmodus verhindert alle Benachrichtigungen von Anrufen, SMS, E-Mail und sozialen Medien. So kannst du dein Handy allein für die Navigation verwenden und schönes Erinnerungsfotos deiner Wanderung schießen – ganz ohne störende Nebengeräusche.

Powerbank

Um dein Telefon und deine anderen elektronischen Geräte mit Strom versorgen, ist das Mitführen einer Powerbank auf deiner Wanderung das Mittel der Wahl. Die Powerbank lässt sich sowohl bequem zu Hause als auch während deiner Wanderung in Hotels oder Restaurants aufladen. Ist dein Handyakku schwach, kann dieser während der Wanderung oder auch bei der Outdoor-Übernachtung mit der Powerbank aufgeladen werden. Die Größe der benötigten Powerbank kann sehr individuell sein und hängt von der Nutzung des Telefons und der Entfernung zwischen deinen Etappen ab. Eine 10.000-mAh-Powerbank kann die meisten Smartphones in der Regel zwei Mal vollständig aufladen, je nach Marke und Modell (Zum Beispiel hat ein Google Pixel 4 2.800 mAh und ein iPhone 12 2.815 mAh.). Wenn du weitere elektronische Geräte hast wie bspw. ein GPS-Gerät oder eine aufladbare Stirnlampe, berechne diese in die Größe deiner Powerbank mit ein.

Eine handelsübliche 10.000-mAh-Powerbank hat ungefähr die Größe eines Smartphones.

Der Markt an Powerbanks ist ist mittlerweile riesig und es ist gar nicht so leicht, den Überblick bei der großen Angebots-Vielfalt zu behalten. Deshalb solltest du nicht allein auf die mAh-Angabe achten, sondern alle Spezifikationen bei deiner Entscheidung abwägen. Ein wichtiges Kriterium dabei ist bspw. das Gewicht der Powerbank. Hier variieren viele Modelle trotz gleicher mAh-Angaben. Auch die unterschiedlichen Anschluss-Möglichkeiten und die Ladezeit sollten bei deiner Entscheidung ein Rolle spielen. Bei der Ladezeit geben viele Hersteller die Zeit an, die die Powerbank zum kompletten Aufladen einer Akkuladung benötigt. Die Zeit, die für das Aufladen der Powerbank selbst benötigt wird, kann für dich tatsächlich viel wichtiger sein, wenn du kürzere Stops bei deinen jeweiligen Zwischenstationen einlegen möchtest.

Stirnlampe

Ein echtes Outdoor-Abenteuer nie ohne Stirnlampe! Sie spendet nicht nur Licht in den Abendstunden, sie ist auch elementar, wenn ihr, aus welchen Gründen auch immer, in eine nächtliche Notsituation kommt und noch einige Meter machen müsst. Viele Stirnpampen auf dem Markt machen die Entscheidung aber nicht gerade leicht, die für sich passende zu finden. Neben der Angabe der Helligkeit, die naütrlich eines der wichtigsten Merkmale darstellt, kommen immer mehr Modelle auf den Markt, die wiederaufladbar sind. Wenn du eine Powerbank mit dir führst, kann eine wiederaufladbare Stirnlampe durchaus praktisch sein. Die Menge an Strom, die die meisten Stirnlampen zum Aufladen benötigen, ist im Vergleich zu deinem Smartphone fast vernachlässigbar. Du musst dir keine Gedanken über ausreichend Batterien mehr machen, sparst dadurch sogar noch Gewicht, und tust der Umwelt durch den wegfallenden Batterie-Müll etwas gutes.

Wiederaufladbare Stirnlampen reduzieren Batterie-Müll.

Steckdosenstecker

Egal ob du in einem Hotel übernachtest oder du dir ein kühles Getränk bei einem Boxenstop im Biergarten gönnst: Jetzt ist Aufladen angesagt, ab mit dem Stecker in die Dose. Doch Achtung! Für ein effizientes Aufladen deiner elektronischen Geräte solltest du die Leistung deines Steckdosensteckers genauer unter die Lupe nehmen. Verschiedenen Stecker können unterschiedliche Leistungen transportieren, laden also unterschiedlich schnell. Nichts ist ärgerlicher, als das langsame Aufladen deiner Geräte, obwohl du eigentlich schon wieder auf dem Trail sein möchtest. Bei kleinen Standard-Steckern fällt zwar sofort der Vorteil des sehr geringen Gewichts ins Auge, dennoch laden diese oft nur mit bspw. 5V==1A in der Output-Leistung. Mehr Output-Leistung bedeutet in der Regel zwar auch einen größeren Stecker mit mehr Gewicht – mittlerweile findest du aber schon kleine Modelle mit 2 oder 2.5A Leistung, welche das Aufladen extrem beschleunigen. Wenn du noch schneller laden möchtest, solltest du über einen Stecker mit 2 (USB-)Anschlüssen nachdenken. Hier können dann dein Handy und deine Powerbank gleichzeitig geladen werden.

Kabel

Was jetzt noch im Setup fehlt, sind die passenden Kabel. Klingt erst mal offensichtlich und nach keiner großen Hürde, kann aber angesichts der vielen Optionen heutzutage zu einer kniffligen Aufgabe werden. Im Kabel-Dschungel zwischen USB-C, Micro-USB, Lightning, Mini-USB und weiteren sollte beim Packen der Elektronik immer die Stecker-Kabel-Kombination kontrolliert werden. Nichts ist ärgerlicher, wenn der passende Stecker mitgeführt wurde, das passende Kabel aber fehlt. Wer sehr auf das Gewicht seiner Ausrüstung achtet, kann hier natürlich noch ein paar Gramm einsparen, in dem er darauf achtet, dass möglichst viele Geräte die selben Anschlüsse besitzen.

Alles beisammen. Und worein das Ganze?
Eine einfache Plastiktüte ist eine preiswerte und leichtgewichtige Möglichkeit, deine elektronischen Geräte an einem Platz und trocken aufzubewahren. Eine möglichst dickwandige Tüte mit einem Zipp-Verschluss eignet sich hier besonders.

Alles an einem Ort: Handelsübliche Zipper-Beutel eignen sich hervorragend zur Aufbewarung deiner elektronischen Geräte.

Aber was ist mit Solarpanels?

Ein Solarmodul klingt nach einer großartigen Möglichkeit, dich auf deiner Wanderung mit Strom zu versorgen. Einfach hinten an oder auf den Rucksack befestigen und los geht’s. Die meisten Solarpanels, die wir getestet haben und auch Panels aus Berichten von anderen Wander*innen, denen wir begegnet sind, halten leider nicht das, was sie versprechen. Die meisten Solareinheiten benötigen über viele Stunden starke, direkte Sonnenlichteinstrahlung, damit sie gut funktionieren. Besonders bei Wandertouren in Wäldern und natürlich auch bei bewölktem Himmel geht der Stromgewinn gegen Null. Und auch bei Sonne und freiem Feld waren die Ergebnisse teils unbefriedigend. Selbst wenn ein Abschnitt Waldfrei ist und die Sonneneinstrahlung gut eingefangen werden kann: Ein zuverlässiger Begleiter ist eine Solareinheit aus unserer Sicht nicht.
Unser Tipp: verlasse dich lieber auf deine Powerbank. Wenn du weißt, wie du mit ihr umgehen musst, liefert sie dir zuverlässig den Strom, den du für deine Geräte brauchst. Bei vollen Balken auf deiner Powerbank musst du dir also keine Sorgen um den bewölkten Himmel machen, sondern kannst einfach dein Abenteuer genießen.

Happy Trails wünscht Renee

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